SANTAFÉ DE BOGOTA
Eine Vielzahl von ethnischen Gruppen und Kulturen macht die Bevölkerung Kolumbiens aus. Dieses reiche Erbe ihrer Vorfahren wird seit Jahrhunderten von gewaltsamen Konflikten um Land, Rohstoffe und Macht bedroht. Auch durch die jüngsten Konflikte werden Menschen von ihrem Land vertrieben und landen in den wachsenden Slums vor den Toren der aufstrebenden Metropolen. Gewalt, Kriminalität, Unterdrückung und Diskriminierung sind nach wie vor große Probleme, mit denen Kolumbien zu kämpfen hat. Besonders Frauen und Kinder sind benachteiligt und leiden unter Ungerechtigkeit und Armut.
Im August 1973 kamen nach langjähriger Tätigkeit in Simbabwe drei Pionierschwestern nach Kolumbien, um im Süden von Bogotá ein pastoral-soziales Projekt zu gründen..
Bogotá ist die Hauptstadt von Kolumbien, liegt 2600 Meter hoch und zählt heute 9 Millionen Einwohner. Die Stadt ist umgeben von hunderten von Barrios und die Mehrzahl ihrer Bewohner leben in ganz bedürftigen Häusern und Unterkünften. In manchen der Barrios gibt es weder Wasser noch Licht, keine geteerten Straßen und keinen Transport. Meist sind es kinderreiche Familien und es besteht große Arbeitslosigkeit.
Im Konvent leben 5 Schwestern, drei Deutsche und zwei Kolombianerinnen. Im Moment machen zwei junge Schwestern, eine aus Sambia und eine aus Simbabwe, eine einjährige Missionserfahrung in unserem Projekt. Sie lernen Spanisch, das ist die Sprache in Kolumbien und in fast allen südamerikanischen Ländern. Alle Schwestern arbeiten in den verschiedenen Einrichtungen.
Alle Einrichtungen werden gefördert von der FIDESCO-Stiftung für gesellschaftliche Integration und Entwicklung. Es bestehen 2 große Kindertagesstätten (eine weitere ist im Bau), eine Grundschule, ein Altenheim, ein Medizinisches Zentrum, Frauen- und Senioren-Projekte.
Ein großes Anliegen der Schwestern ist die gesunde Ernährung der Kleinkinder. Daher erhält jedes Kind im Kindergarten täglich ein Glas Milch.
Unsere Situation nach der Pandemie ist komplex, die Kosten für Lebensmittel und öffentliche Dienstleistungen sind gestiegen, und das macht vielen Familien das Leben sehr schwer. Hinzu kommt, dass die Jungen und Mädchen, nachdem sie pandemiebedingt fast zwei Jahre zu Hause waren, und Verzögerungen in ihren schulischen und sozialen Entwicklungsprozessen hatten.
Spendenstichwort: Kolumbien Bogota Milchprojekt
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